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Geschichte des Institutes

Die Theoretische Elektrotechnik wurde an der Universität Hannover im Jahre 1962 durch Gründung des gleichnamigen Institutes ein eigenständiges Fachgebiet. Zuvor wurde die Theoretische Elektrotechnik bereits seit 1884 von Wilhelm Friedrich Kohlrausch (1855-1936) gelehrt. Nach der Trennung der Fachgebiete in den 1920er Jahren verblieb sie am Institut von Harald Schering (1880-1959, Biographie). Am 21.4.1944 erhielt Friedrich Hermann Lau (1912-1984), damals Assistent am Institut für Allgemeine Elektrotechnik und Hochspannungstechnik der TH Hannover, einen Lehrauftrag für das Fach "Theoretische Elektrotechnik". Am 8.6.1949 wurde Lau Privatdozent für Theoretische Elektrotechnik. Am 16.10. 1949 wurde Lau Forschungsassistent bei den Hackethal-Draht- und Kabel-Werken A.G. in Langenhagen. 1955 wurde Lau zum apl. Professor ernannt und ging 1959 an die TH Karlsruhe. Der erste Leiter des Instituts für Theoretische Elektrotechnik war H. Tischner, welcher 1970 emeritiert wurde. Im gleichen Jahr übernahm K. P. Lange das Fachgebiet Theoretische Elektrotechnik. Nach einer langen Übergangsphase, in der die Theoretische Elektrotechnik unter anderem von Gerd Mrozynski vertreten wurde, übernahm J. Mucha 1979 das Institut, das er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2000 leitete. Im gleichen Jahr übernahm W. Mathis den Lehrstuhl für Theoretische Elektrotechnik, der Teil des neu gegründeten Institutes für Theoretische Elektrotechnik und Hochfrequenztechnik wurde. Nach der Gründung der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik im Jahre 2005 wurde diese Institutsgemeinschaft wieder aufgegeben. 

(Quelle: Festschrift zum 175-jährigen Bestehen der Universität Hannover - ISBN 3-487-13114-5)

Institutsleiter

Professor Wolfgang Mathis (ab 2000)

Professor Joachim Mucha (1979 - 2000)

Joachim Mucha wurde am 14.1.1935 in Myslowitz O/S geboren. 1955 bis 1960 studierte er Elektrotechnik mit der Fachrichtung Fernmeldetechnik an der RWTH Aachen. 1960 bis 1962 arbeitete er als Entwicklungsingenieur bei der Firma AEG-Telefunken in Konstanz, und 1962 bis 1969 als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Elektrische Nachrichtentechnik der RWTH Aachen. 1968 erfolgte die Promotion zum Dr.-Ing. 1969 bis 1977 arbeitete er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, dann als Oberingenieur am Institut für Theoretische Elektrotechnik der RWTH Aachen. Er habilitierte 1975 für das Lehrgebiet Theoretische Elektro­technik. 1977 erfolgte die Ernennung zum wissenschaftlichen Rat und Professor, 1979 die Berufung auf den Lehrstuhl (später Institut) für Theoretische Elek­trotechnik der Universität Hannover. Er hielt Vorlesungen über elektromagne­tische Felder sowie über ausgewählte Kapitel des rechnerunterstützten Schaltungs-entwurfs. 1982 wurde er Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik und ab 1987 Mitglied des Vorstands des neu gegründeten Laboratoriums für Informations-technologie (LFI), verantwortlich für die Abteilung Design und Test. Seine Forschungs-gebiete waren: Testen analoger und digitaler integrierter Schal­tungen (ICs), Signalintegrität auf Leitbahnen in ICs; seine Forschungsprojekte: nationale und internationale Drittmittelprojekte im Verbund mit Indus­trie und anderen Universitäten, resultierend in zahlreichen Konferenz-, Zeitschriften- und Buchbeiträgen sowie einem Patent zum Selbst-Test von ICs (US Pat., 1983). Konferenzen und Workshops: European Test Con­ference 1991 (Chairman), Gründer des ´European Design for Test Work­shop´ 1985 ff., Gründer des IEEE Signal Propagation on Interconnects (SPi) Workshop' 1997 ff., Program Committee Member für ICCAD, DATE, EDAC u. a. Verbände: VDE/ITG-Mitglied, Mitglied in mehreren ITG-Fach­ausschüssen, IEEE Life Member. Auszeichnungen: Borchersplakette der RWTH Aachen, 1969; EDA Medaille des EDA Centrums, 2002; TTTC Life­time Contribution Award of the IEEE Computer Society, 2004. Der Eintritt in den Ruhestand erfolgte im Jahr 2000.

Professor Hansjürgen Bausch (1975-1978)

H. Bausch wurde am 10.9.1932 in Lüneburg geboren. Nach seinem Studium der Elektrotechnik arbeitete er von 1960 bis 1962 als Entwicklungsingenieur bei der Continental-Elektroindustrie AG.  Ab 1962 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Theoretische Elektrotechnik der TH Hannover tätig. Nach seiner Promotion war er dort von 1968 bis 1975 als Oberingenieur und danach von 1975 bis 1978 als Abteilungsvorsteher und Professor tätig. 1978 wurde er an das Institut für Gewerblich-Technische Wissenschaften im Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Hamburg berufen. Er befasst sich mit Fragen der theoretischen Elektrotechnik und der Didaktik der Elektrotechnik für Gewerbelehrer.

Professor Klaus Peter Lange (1970 - 1975)

K. P. Lange wurde am 25. 10. 1930 in Berlin geboren. Er war von 1955 - 1967 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Hochfrequenztechnik der TH München (Prof. Dr. H. H. Meinke), wo er nach seiner Promotion und Habilitation als Wissenschaftlicher Rat tätig war. Vom 1.9.1967 bis zum Herbst 1969 ging er an die University of Minnesota, Minneanapolis, Minn. (USA) als Associated Professor. Nach einer weiteren Tätigkeit an der TH München wurde er im September 1970 auf den Lehrstuhl für Theoretische Elektrotechnik an die TH Hannover berufen. Sein Lehrgebiet umfasste die Theorie der Vierpole und Leitungen, elektromagnetische Felder und Wellen und Funkortung. Im Rahmen seiner Forschungen befasste er sich insbesondere mit dem Gebiet der Wellenausbreitung in Hohlleitern. Zur Darstellung und Beschreibung von Wellenfeldern innerhalb leitender Berandungen erstellte er Lehrfilme. Seit dem 1.11.1975 wirkte er als Professor für Theoretische Elektrotechnik an der Hochschule der Bundeswehr München. Er erhielt den Preis der Nachrichtentechnischen Gesellschaft (NTG - heute ITG) des VDE.

Professor Horst Tischner (1962 - 1970)

H. Tischner wurde am 9.12.1901 in Plauen im Vogtland geboren. Im Jahre 1925 erhielt er an der TH Dresden sein Diplom (Dipl.-Ing.) im Fach Elektrotechnik. Von 1925 bis 1927 war Tischner Assistent am Institut für Schwachstromtechnik (Prof. H. Barkhausen) der TH Dresden. 1927 wechselte er als Laboratoriums-Ingenieur in das Forschungsinstitut der Allgemeinen Elektricitäts-Gesellschaft Berlin (AEG). Er promovierte an der TH Dresden bei H. Barkhausen zum Dr.-Ing.; der Titel der Dissertation lautete "Über die Fortpflanzung des Schalles in Rohren". Von 1930 bis 1933 war er Laboratoriums-Ingenieur bei der Klangfilm GmbH Berlin und von 1933 bis 1935 wiederum Laboratoriums-Ingenieur bei der AEG im Zentrallaboratorium für Fernmeldewesen. Von 1935 bis 1945 war er dort Laboratoriumschef. Im Jahre 1945 habilitierte er sich an der Universität München (Prof. Walther Gerlach). Danach wechselte er als Professor an das Indian Institute of Technology Kharagpur (Indien). Von 1946 bis 1947 war er Laboratoriumsleiter im Centre d'Etudes Technique der französischen Luftwaffe in Wasserburg a.B. und von 1947 bis 1950 Universitätsdozent für Technische Physik an der Universität Tübingen, wo er 1950 zum apl. Professor ernannt wurde. Von 1957 bis 1966 war er Direktor des Instituts für Schwingungsforschung (heute: Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) in Karlsruhe) in Verbindung mit der Universität Tübingen. 1962 übernahm er den Lehrstuhl für Theoretische Elektrotechnik an der TH Hannover. Seine Lehrgebiete waren: Theorie und Anwendungen der Maxwellschen Gleichungen, Analyse von Schaltungen mit diskreten Elementen, Synthese elektrischer Netzwerke, Ausgleichsvorgänge in elektrischen Systemen. Seine Forschungstätigkeit bezog sich auf die Beugung akustischer und elektromagnetischer Wellen, die Theorie optimaler Filter und nichtlineare Siebschaltungen. 1966 wurde er Kurator des Fraunhofer-Instituts für Informations- und Datenverarbeitung, Karlsruhe und 1967 wurde er Mitglied der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft. Er wurde im Jahre 1970 emeritiert. H. Tischner verstarb am 12. Januar 1982 in Tübingen.